Terminus®

Endstation für die Kraut- und Knollenfäule.

Kategorie: Marke:

Beschreibung

Übersicht

Terminus® enthält den Wirkstoff Fluazinam, der zu der chemischen Gruppe der Phenylpyridylamine gehört. Der Wirkmechanismus von Fluazinam beruht auf einer Unterbrechung der Atmungskette des Schadpilzes. Dadurch werden sowohl die Sporenauskeimung als auch die Entwicklung des Schadpilzes zuverlässig verhindert (sporizide Wirkung). Das Risiko der Bildung von resistenten Phytophthora-Stämmen wird als gering eingestuft.

Terminus® hat eine ausgeprägte Kontaktwirkung gegen Krautfäule. Bestehender Befall wird nicht bekämpft. Die weitere Ausbreitung der Infektion wird dagegen zuverlässig gestoppt.

Darüber hinaus schützt Terminus® auch die Kartoffelknolle vor Infektionen. Krankheitssporen, die sich bereits gebildet haben, werden abgetötet und können die Knolle nicht mehr infizieren. Dadurch wird auch das Auftreten von Braunfäule im späteren Kartoffellager deutlich reduziert.


PRODUKTVORTEILE AUF EINEN BLICK

  • Gewährleistet gute Lagerfähigkeit und hohe Knollenqualität
  • Flexible Anwendungen: solo und in Tankmischungen
  • Schnelle Regenbeständigkeit

PRODUKTZULASSUNG

  • bis 15.04.2027

WIRKSTOFF UND WIRKSTOFFGRUPPE

  • 500 g/l Fluazinam: Phenylpyridylamin FRAC C5

Kulturen

Kartoffel Zugelassene Indikation bei Kartoffeln:

  • Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans)

ETIKETT

Terminus® Fungizid

Wirkstoff:

500 g/l Fluazinam (39,1 Gew.-%)

weitere Bestandsteile:

ca. 130 g/l Harnstoff (als Gefrierschutz)

Formulierung:

Suspensionskonzentrat (SC)

Bienen:

nicht bienengefährlich (B4)

Artikelnummer Packungsgrößen
11001102 4 x 5 l Kanister

Piktogramm:

GHS07 , GHS08 , GHS09

Signalwort:

Achtung

Terminus® enthält den Wirkstoff Fluazinam, der zur chemischen Gruppe der Phenylpyridylamine gehört. Der Wirkungsmechanismus von Fluazinam stützt sich auf eine Unterbrechung der Atmungskette des Schadpilzes. Dadurch wird die Sporenkeimung wie auch die Entwicklung des Schadpilzes zuverlässig verhindert (sporizide Wirkung). Die Gefahr der Bildung resistenter Phytophthora-Stämme wird als gering eingestuft.
Terminus® verfügt über eine ausgeprägte Kontaktwirkung gegen Kraut- und Knollenfäule. Bereits vorhandener Befall wird nicht bekämpft. Die weitere Ausbreitung der Infektion hingegen wird zuverlässig gestoppt.
Zusätzlich schützt Terminus® auch die Kartoffelknolle vor Infektionen. Bereits gebildete Krankheitssporen werden abgetötet und können deshalb die Knolle nicht mehr infizieren. Damit reduziert sich auch das Auftreten von Braunfäule im späteren Kartoffellager beachtlich.

Zur Vermeidung von Nachteilen ist die genaue Beachtung der Gebrauchsanleitung wichtig.

UFI CODE:

YCXW-226X-TN47-VM7F

Wirkungsweise

Wirkungsmechanismus (FRAC-Gruppe) Fluazinam: C5

Wirkungsspektrum

VON DER ZULASSUNGSBEHÖRDE FESTGESETZTE ANWENDUNGSGEBIETE UND ANWENDUNGSBESTIMMUNGEN

Pflanzen/Objekte Schadorganismen/Zweckbestimmung
Kartoffel Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans)

Anwendung

ACKERBAU

Pflanzenerzeugnisse: Kartoffel
Schadorganismus/Zweckbestimmung: Kraut- und Knollenfäule (Phytophthora infestans)
Anwendungsbereich: Freiland
Stadium der Kultur: Von 1. basaler Seitentrieb (> 5 cm) gebildet bis 50 % der Laubblätter braun verfärbt
Anwendungszeitpunkt: bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis
Max. Zahl der Behandlungen: In der Anwendung: 8
In der Kultur bzw. je Jahr: 8
zeitlicher Abstand: 7 bis 10 Tage
Anwendungstechnik: spritzen
Aufwandmenge: 0,4 l/ha
Wasseraufwandmenge: 300 bis 400 l/ha Wasser
Wartezeit: 7 Tage
Sonstige Hinweise: Die erste Spritzung sollte bei beginnender Krautfäulegefahr (in der Regel kurz vor Reihenschluss) erfolgen. Hinweise des örtlichen Pflanzenschutzdienstes beachten bzw. Phytophthora – Prognoseprogramme benutzen.
Bei wüchsigem Wetter mit starker Krautentwicklung und bei Stängel-Phytophthora sollte die höhere Wassermenge gewählt werden.

Mischbarkeit/Technik

Mischbarkeit

Terminus® ist mit den gebräuchlichen systemischen bzw. teilsystemischen Kartoffelfungiziden sowie mit Insektiziden mischbar. Spritzflüssigkeit nach dem Ansetzen umgehend ausbringen. Für von uns nicht empfohlene/ freigegebene Tankmischungen sowie für Mehrfachmischungen haften wir nicht.

Ansetzen der Spritzflüssigkeit

Spritzbehälter bis zur Hälfte mit Wasser füllen, Rührwerk einschalten, Produkt vor dem Zugeben kräftig schütteln, Produkt zugeben und die restliche Wassermenge auffüllen.

Reinigung

Spritzgerät und -leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen. Dazu ca. 20 % des Tankinhaltes mit Wasser auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl abspritzen. Rührwerk für ca. 2 Minuten einschalten. Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der zuvor behandelten Fläche verspritzen. Die regelmäßige Reinigung der Pflanzenschutzspritze von außen, insbesondere des Spritztanks, Pumpenaggregates und Gestänges, sollte Bestandteil des normalen betrieblichen Ablaufes sein und möglichst direkt auf dem Feld erfolgen. Hierzu werden von den Geräteherstellern entsprechende Nachrüstsätze mit Wasservorratsbehältern und Reinigungsbürsten angeboten.

Verträglichkeit

Terminus® erwies sich bisher in allen eingesetzten Kartoffelsorten als gut verträglich.

Umweltverhalten

Nutzorganismen

NB6641 Das Mittel wird bis zu der höchsten durch die Zulassung festgelegten Aufwandmenge oder Anwendungskonzentration, falls eine Aufwandmenge nicht vorgesehen ist, als nicht bienengefährlich eingestuft (B4). NN170 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Chrysoperla carnea (Florfliege) eingestuft.
NN1842 Das Mittel wird als nichtschädigend für Populationen der Art Aphidius rhopalosiphi (Brackwespe) eingestuft.

Wasserorganismen

NW262 Das Mittel ist giftig für Algen. NW264 Das Mittel ist giftig für Fische und Fischnährtiere.

Gewässerschutz

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz (siehe gesonderten Abschnitt „Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen“)
SP 1 Mittel und/oder dessen Behälter nicht in Gewässer gelangen lassen. (Ausbringungsgeräte nicht in unmittelbarer Nähe von Oberflächengewässern reinigen/indirekte Einträge über Hof- und Straßenabläufe verhindern).

Saumstrukturen

Beachten Sie bitte die Anwendungsbestimmungen zum Schutz von Saumstrukturen (siehe gesonderten Abschnitt „Von der Zulassungsbehörde festgelegte Anwendungsbestimmungen“).

Anwenderschutz

Hinweise für den sicheren Umgang

EUH 401 Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten.
SB001 Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
SB110 Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz „Persönliche Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln“ des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
SE120 Dicht abschließende Schutzbrille tragen bei der Ausbringung/Handhabung des anwendungsfertigen Mittels.
SF245-01 Behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten.
SS110 Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS2101 Schutzanzug gegen Pflanzenschutzmittel und festes Schuhwerk (z.B. Gummistiefel) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
SS610 Gummischürze tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.

Anwendungsbestimmung

Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen

(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.

(NW605-1) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern – ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer – muss mit einem Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis „Verlustmindernde Geräte“ vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Dabei sind, in Abhängigkeit von den unten aufgeführten Abdriftminderungsklassen der verwendeten Geräte, die im Folgenden genannten Abstände zu Oberflächengewässern einzuhalten. Für die mit „*“ gekennzeichneten Abdriftminderungsklassen ist, neben dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, das Verbot der Anwendung in oder unmittelbar an Gewässern in jedem Fall zu beachten.
reduzierte Abstände: 50 %: 5 m, 75 %: 5 m, 90 %: *

(NW606) Ein Verzicht auf den Einsatz verlustmindernder Technik ist nur möglich, wenn bei der Anwendung des Mittels mindestens unten genannter Abstand zu Oberflächengewässern – ausgenommen nur gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer – eingehalten wird. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu einer Höhe von 50.000 Euro geahndet werden.
10 m

Erste Hilfe

Erste Hilfe Maßnahmen

Allgemeine Hinweise:
Betroffene aus dem Gefahrenbereich bringen. Arzt konsultieren. Dem behandelnden Arzt das Sicherheitsdatenblatt vorzeigen. Betroffene nicht unbeaufsichtigt lassen.
Schutz der Ersthelfer:
Inhalation, Verschlucken und Haut- und Augenkontakt vermeiden.
Nach Einatmen:
An die frische Luft bringen. Bei Bewusstlosigkeit stabile Seitenlage anwenden und ärztlichen Rat einholen. Nach schwerwiegender Einwirkung Arzt hinzuziehen.
Nach Hautkontakt:
Wenn auf der Kleidung, Kleider ausziehen. Wenn auf der Haut, gut mit Wasser abspülen. Mit Seife und viel Wasser abwaschen. Bei Auftreten einer andauernden Reizung, sofort ärztliche Betreuung aufsuchen.
Nach Augenkontakt:
Kleine Spritzer in die Augen können irreversible Gewebeschäden und Blindheit verursachen. Bei Berührung mit den Augen sofort gründlich mit viel Wasser ausspülen und Arzt konsultieren. Während des Transportes zum Krankenhaus Augen weiter ausspülen. Kontaktlinsen entfernen. Unverletztes Auge schützen. Auge weit geöffnet halten beim Spülen. Bei anhaltender Augenreizung einen Facharzt aufsuchen.
Nach Verschlucken:
Atemwege freihalten. KEIN Erbrechen herbeiführen. Weder Milch noch alkoholische Getränke verabreichen. Nie einer ohnmächtigen Person etwas durch den Mund einflößen. Bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen. Patient umgehend in ein Krankenhaus bringen.
Wichtigste akute und verzögert auftretende Symptome und Wirkungen:
Symptome: Bei Kontakt mit der Haut können leichte Symptome wie Juckreiz, Nesselsucht oder Hautausschlag sowie Hautrötungen auftreten. Zu den schwereren Symptomen gehören Niesen, juckende, tränende Augen und Atembeschwerden.
Hinweise auf ärztliche Soforthilfe oder Spezialbehandlung:
Symptomatische Behandlung.

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